
Bindungsstile in der Beziehung: Warum wir lieben, wie wir lieben
„Warum reagierst du immer so, wenn ich einfach nur einen ruhigen Abend für mich brauche?“ – „Und warum wirst du sofort so still, wenn ich merke, dass zwischen uns etwas nicht stimmt?“ Solche Sätze kennst du vielleicht aus eigener Erfahrung. Ein Paar sitzt sich gegenüber, beide spüren die Distanz, aber keiner versteht so recht, warum der andere gerade jetzt so reagiert. Oft steckt hinter genau diesen Mustern etwas, das schon in der Kindheit angelegt wurde: unser Bindungsstil. In der Paartherapie begegnen wir diesem Thema fast täglich. Viele Konflikte, die auf den ersten Blick banal wirken – wer zuerst anruft, wie viel Nähe guttut, wie mit Streit umgegangen wird – lassen sich oft auf tief verwurzelte Beziehungsmuster zurückführen. Wer versteht, wie bindungsstile beziehung prägen, gewinnt einen Schlüssel zu mehr Verständnis füreinander. Was ist die Bindungstheorie? Ein Blick auf Bowlby und Ainsworth Die Bindungstheorie geht auf den britischen Psychiater John Bowlby zurück.




