
Emotionsfokussierte Paartherapie: Wenn Gefühle wieder verbinden statt trennen
„Ich rede doch nur, weil mir das wichtig ist!“ – „Und ich ziehe mich zurück, weil ich sonst explodiere.“ So oder so ähnlich klingt es oft, wenn Paare bei uns in der Praxis das erste Mal auf dem Sofa sitzen. Sie streiten über die Spülmaschine, das Handy beim Abendessen oder den Ton am Telefon mit der Schwiegermutter – aber eigentlich geht es um etwas ganz anderes: die Angst, für den anderen nicht mehr wichtig zu sein. Genau hier setzt die emotionsfokussierte Paartherapie an. Sie fragt nicht zuerst „Wer hat recht?“, sondern „Was fühlst du wirklich – und was brauchst du von deinem Partner, deiner Partnerin, damit du dich sicher fühlst?“ Was ist emotionsfokussierte Paartherapie? Die emotionsfokussierte Paartherapie (kurz EFT, englisch „Emotionally Focused Therapy for Couples“) wurde in den 1980er-Jahren von der Psychologin Sue Johnson gemeinsam mit Leslie Greenberg entwickelt. Ihre gemeinsame Studie von 1985 zählt bis heute zu den Gründungstexten
